Pete Garrison (Michael Douglas) ist eine Legende im Secret Service. Vor über 20 Jahren warf er sich in die Kugeln eines Attentäters und rettete so dem Präsidenten das Leben. In seinem Job ist Instinkt oft alles. Als jedoch ein Mordkomplott gegen den Präsidenten auffliegt, bekommt Garrisons ehemaliger Schützling David Breckinridge (Kiefer Sutherland) den Fall zugewiesen. Breckinridge und seine junge Partnerin Jill Marin (Eva Longoria) verlassen sich ganz auf die Fakten – und die führen erstaunlicherweise direkt zu Garrison! Der ist empört, scheint aber tatsächlich ein großes Geheimnis zu hüten. Als er nach seiner Vernehmung untertaucht, eröffnet Breckinridge die Jagd auf seinen alten Lehrmeister…
Pete Garrison (Michael Douglas) hat als Agent des amerikanischen Geheimdiensts vor über zwanzig Jahren durch einen Sprung in den Kugelhagel das Leben des Präsidenten gerettet.
Noch heute wird er von den Bildern des Attentats verfolgt, das ihn bei seinen Kollegen im Secret Service zur Legende gemacht hat. Der beliebte und von allen respektierte Garrison ist mittlerweile als Career Agent im Einsatz und verantwortlich für den Schutz der Präsidenten-Gattin Sarah Ballentine (Kim Basinger). Sein Leben besteht aus klaren hierarchischen Strukturen, Plänen, Karten, Autokolonnen, Codenamen, Fachjargon und Prozeduren, sein Tagesablauf beginnt jeden Morgen um 4 Uhr mit dem gleichen Programm. Wohin auch immer die First Lady geht, Garrison befindet sich genau einen Schritt hinter ihr – so wie sein Kollege William Montrose (Martin Donovan) keinen Zentimeter von der Seite des Präsidenten (David Rasche) weicht. Die Mannschaft ist ein perfekt eingespieltes Team in einem System, das nur durch Feinde aus den eigenen Reihen verwundet werden könnte...
Genau dies scheint der Fall zu sein, als Garrison eines Morgens von seinem langjährigen Kollegen und Freund Charlie Merriweather (Clarque Johnson) um ein Treffen gebeten wird. Merriweather gibt ihm dabei deutlich zu verstehen, dass er vertrauliche Informationen mit ihm teilen möchte. Doch bevor er die Gelegenheit dazu bekommt, wird er vor seiner Haustür erschossen.
Im Büro von Secret-Service-Ermittler David Breckinridge (Kiefer Sutherland) hat sich derweil die attraktive Agentin Jill Marin (Eva Longoria) eingefunden, um ihre neue Stellung anzutreten. Jill hat soeben als Zweitbeste ihres Jahrgangs die Akademie des Secret Service abgeschlossen, wo sie unter anderem von Garrison ausgebildet wurde. Der gab ihr den Tipp, sich unbedingt um eine Zusammenarbeit mit Breckinridge zu bewerben, dem besten Ermittler des Geheimdiensts – aber auch ein unberechenbarer Charakter, bei dem Überlegenheit und Hitzköpfigkeit aufeinander treffen. Er war Garrisons Protegé und einer seiner besten Freunde. Doch dann haben sich die beiden zerstritten, da Breckinridge fälschlicherweise annahm, Garrison hätte eine Affäre mit seiner damaligen Frau gehabt.
Garrison pflegt tatsächlich eine verbotene Beziehung, doch seine Geliebte ist niemand Geringeres als die First Lady. Dieses Geheimnis wohl behütend, trifft Garrison am Tatort nach längerer Zeit wieder mit Breckinridge zusammen – und gerät gleich mit ihm in Streit. Für Breckinridge ist indes schnell klar, dass es sich bei dem Mord an Merriweather nicht um einen Raubüberfall handelt, wie die Polizei vermutet.
Nur kurz darauf trifft sich Garrison – heimlich observiert von seinen eigenen Leuten – mit seinem alten Informanten Walter Xavier (Raynor Scheine). Dieser will ihm weismachen, dass Merriweathers Tod in Zusammenhang mit einem Komplott zur Ermordung des Präsidenten steht, an dem auch jemand innerhalb des Secret Service beteiligt ist. Xavier will jedoch den Namen des Maulwurfs nicht rausrücken.
Am nächsten Tag erhält Garrison einen Erpresserbrief mit kompromittierenden Fotos von ihm und der First Lady und einem Hinweis auf einen Treffpunkt für eine Geldübergabe. Breckinridge konfrontiert ihn derweil mit den Fotos von ihm und Xavier. Als Garrison so gezwungen ist, die Information über den angeblichen Maulwurf weiterzugeben, ordnet Breckinridge eine Lügendetektor-Befragung sämtlicher Mitarbeiter an.
Garrison wird von seinem Erpresser in den dubiosen «Las Palmas Coffeeshop» gelotst – nicht ahnend, dass dieser vom FBI observiert wird, da es sich dabei um den Treffpunkt eines ausländischen Verbrecherkartells handelt. Die Agenten heften sich an den verdächtig agierenden Garrison, der wiederum seine Verfolger schnell bemerkt und überlistet. In einer Parkgarage kommt es schließlich zu einem Feuergefecht – bis sich beide Seiten zu erkennen geben.
Garrison gerät immer mehr unter Verdacht, doch noch wagt es niemand eine konkrete Anklage gegen ihn zu erheben. So begleitet Garrison die First Lady nach Camp David, wo die beiden in einem ruhigen Moment überlegen, wie sie aus dieser Geschichte wieder rauskommen sollen. Sarah Ballentine schlägt vor die Affäre zu gestehen und so den Erpressern das Druckmittel zu entziehen, doch Garrison lehnt aus Sorge um Sarahs Ruf ab.
In Camp David erhält Garrison schließlich einen Anruf von Walter Xavier, der ihn zu einer Geldübergabe in einem Einkaufszentrum treffen will, um ihm den Namen des Maulwurfs zu verraten. Der Secret Service ist nicht unvorbereitet und schickt trotz Xaviers Warnung mehrere Agenten mit Garrison auf den Weg. Doch auch Merriweathers Mörder ist vor Ort, um die Übergabe zu verhindern. Er eröffnet das Feuer und trifft einen Agenten tödlich. Eine wilde Schießerei beginnt. Garrison, Breckinridge und Marin können sich unverletzt retten, aber von dem Killer und von Xavier fehlt jede Spur.
In Camp David liegt es indes in Montroses Verantwortung zu entscheiden, ob der Präsident und die First Lady im Hubschrauber oder mit der Autokolonne nach Washington zurückkehren sollen. Die Münze entscheidet – eine Zufallsmethode, die sich in Montroses Augen schon mehrfach bewährt hat. Kurze Zeit später trifft eine Rakete den Präsidentenhubschrauber. Der Staatschef und seine Gattin waren jedoch nicht an Bord. Die Drahtzieher des gescheiterten Attentats verstehen die Welt nicht mehr, ihr Informant hatte ihnen offenbar falsche Informationen zukommen lassen.
Doch der gescheiterte Anschlag und Garrisons Versagen beim Lügendetektor-Test lassen Breckinridge schnell handeln: Noch am selben Abend wird Garrison in seiner Wohnung von ihm, Marin und einer Abordnung bewaffneter Agenten aufgesucht und verhaftet. Doch Garrison reagiert blitzschnell, als Breckinridge für einen Moment ans Telefon gerufen wird – er entwaffnet zwei der Männer, schnappt sich ein Funkgerät und eine Waffe und flieht durch den Hinterausgang des Hauses.
Garrison ahnt: Wer auch immer ihn angeschwärzt hat, wusste um sein Geheimnis, seine verwundbare Stelle – die Affäre mit der First Lady, die er unter allen Umständen geheim halten will, auch wenn die Information darüber ihn vermutlich als Verdächtigen entlasten würde. Obwohl er sich auf der Flucht befindet – gejagt von seinen eigenen Kollegen Breckinridge und Marin – versucht er Walter Xavier ausfindig zu machen, um dem wirklichen Maulwurf auf den Leib zu rücken und das Leben des Präsidenten zu retten, der sich beim Gipfeltreffen in Toronto zur Zielscheibe der Attentäter macht. Ein lebensgefährliches Katz- und Mausspiel beginnt, bei dem Garrison dem Secret Service immer einen entscheidenden Schritt voraus ist...
«THE SENTINEL - WEM KANNST DU TRAUEN? ist ein politischer Thriller über die Agenten, die damit beauftragt sind, den Präsidenten und die First Lady zu beschützen», erklärt Michael Douglas. «Zum ersten Mal in der Geschichte existiert ein Maulwurf im Secret Service, der plant, den Präsidenten zu ermorden. Ich spiele einen Agenten, der sich um die Sicherheit der First Lady kümmert. Es geht um meine Erlösung. Meine Figur ist ein Career Agent, der eine Unachtsamkeit begangen hat, und das finde ich interessant. Ich kenne nicht viele Menschen, die nur gut oder nur schlecht sind. Es existiert nun einmal eine moralische Vielschichtigkeit. Mir gefallen Figuren wie Pete Garrison, der ein gebrochener Charakter ist, aber auf eine bestimmte Art und Weise versucht, seine Fehler wieder gut zu machen. Auch Secret Service-Agenten machen Fehler.»
«THE SENTINAL - WEM KANNST DU TRAUEN? ist unvorhersehbar, aktuell und kann einige verblüffende Wendungen vorweisen», fährt Douglas fort. «Es ist faszinierend, etwas über die interne Arbeit des Secret Service und über einige Technologien, die dort benutzt werden, zu erfahren. Ich hoffe, das Publikum wird etwas mehr Verständnis dafür bekommen, was hinter den Kulissen vor sich geht: die Zahl der Morddrohungen, den Umfang der Ermittlungsarbeiten, die diese Agenten leisten. Das sind mutige Seelen.»
Als Produzent sucht Douglas stets nach interessanten und provokativen Geschichten. «Gute Stoffe zu finden hört sich einfach an, ist es aber nicht» erzählt er. «Ich hatte meine Message-Filme, aber nur, weil sie der Unterhaltung dienten. Ich liebe die Schauspielerei, aber Tatsache ist, dass ich nicht die Filme sehe, die ich gerne sehen möchte, also muss man diese eben manchmal selbst entwickeln. Ich mochte die Idee hinter THE SENTINEL - WEM KANNST DU TRAUEN?, weil diese in einer Zeit der Angst und Paranoia vor einem unsichtbaren Feind glaubwürdig ist – das ist das große ,Was wäre wenn?’ des Films.»
Furthur Films sicherten sich die Rechte an dem Roman «The Sentinel» von Gerald Petievich, noch bevor dieser veröffentlicht wurde. «Wir waren der Meinung, die Prämissen des Buchs würden einen nachdenklichen, bezwingenden und klassischen Politthriller hergeben», so Produzentin Marcy Drogin. «Jede öffentliche Institution hatte bereits ihre Skandale, aber der U.S. Secret Service hält seinen hohen Standard. Das, was uns interessierte, war das Freilegen der vielen Schichten.»
«Außerdem», fährt Drogin fort, «lieferte die Story die perfekte Rolle für Michael Douglas als gebrochenen, aber sympathischen Charakter.»
Um bestimmte Aspekte des Secret Service so realistisch wie möglich darzustellen, recherchierte Drehbuchautor und Koproduzent George Nolfi in größtem Umfang. «Von Anfang an wollte ich eine realistische Story», sagt Nolfi. «Ich fragte mich: Wie wird der Präsident wirklich beschützt? Woher kommen die Bedrohungen? Was würde wirklich sein Leben in Gefahr bringen, und wie würde der Secret Service reagieren?»
Als Nolfi mit dem Feinschliff des Drehbuchs beschäftigt war, holten Douglas und Drogin Clark Johnson als Regisseur mit ins Boot. Johnson führte zuvor bei einem Pilotfilm über den Secret Service namens «The Service» Regie, was auf sein Interesse an der Materie schließen ließ. Johnson, selbst ein angesehener Schauspieler, hatte bereits in fast jedem Bereich der Filmbranche gearbeitet, einschließlich Stunts, Spezialeffekte und Kamera. Außerdem hatte er Erfahrungen mit Action-Thrillern über Strafverfolgungen, mit Ensemblefilmen, einer großen Anzahl an Kameras, weiträumigen Drehorten und Spezialeffekten. Für THE SENTINEL - WEM KANNST DU TRAUEN? nutzte Johnson diesen großen Erfahrungsschatz, um die Realität und die raue Oberfläche der Welt des Secret Service darzustellen.
Johnson arbeitete beim Casting für den Film eng mit Douglas und Drogin zusammen. Sobald Douglas mit an Bord war, folgten Kiefer Sutherland, Eva Longoria und Kim Basinger für die weiteren Schlüsselrollen. Es war für Douglas nicht das erste Mal, dass er mit Sutherland zusammenarbeitete; Douglas produzierte Flatliners – Heute ist ein schöner Tag zum Sterben (1990), einen der Filme, der Sutherland in die Ränge aufregender neuer Filmstars katapultierte. «Damals lernte ich Kiefer kennen und bemerkte, wie talentiert er ist. Für seine Rolle in THE SENTINEL - WEM KANNST DU TRAUEN? bringt er eine ungeheuerliche Glaubwürdigkeit mit», schwärmt Douglas.
Sutherland antwortet mit dem gleichem Enthusiasmus, wenn er nach Douglas gefragt wird: «Betrachte Michaels Filme – sie sind alle erste Klasse. Ich hatte das Vergnügen, mit ihm zu arbeiten, als ich noch sehr jung war, und er war gütig und freundlich zu mir. Ich sah seine Filme im Laufe der Jahre und habe gelernt, was aus ihm einen phänomenalen Produzenten gemacht hat. Da sind sein Sinn für Verantwortung und sein würdevoller Umgang mit all seinen Filmen. Ich habe seine Notizbücher gesehen und wie er sich am Set verhält. Ich habe viel gelernt, und es war ein Vergnügen. Ich bin ihm sehr dankbar dafür.»
Als Hauptermittler im Film lässt Sutherlands David Breckinridge manchmal seine persönlichen Gefühle in den Job einfließen. «Er hat eine Vergangenheit», bemerkt Sutherland, «und unsere Vergangenheit stellt uns oft ein Bein. Diese Elemente beginnen, das zunichte zu machen, was aus uns einen perfekten Ermittler machen würde.»
«In unserer Gesellschaft, in der Ausbildung und Erziehung ein bestimmtes Niveau erreicht haben, gibt es Spezialisten für alles mögliche», fährt Sutherland fort. «Ich werde nie den Agenten des Secret Service vergessen, der sich links vor Präsident Reagan stellte, seine Augen schloss und wartete. Er blieb in dieser Position, um die Schüsse abzuwarten. Hätte ich den Mut und die Geistesgegenwart besessen, um mich unter diesen Umständen an meine Ausbildung zu erinnern? Das ist die Frage, die ich mir selbst gestellt habe. Wir sollten eine Menge Respekt für die Agenten des Secret Service aufbringen.»
Sutherland freute sich auch auf die Zusammenarbeit mit Eva Longoria. «Sie hat einen unglaublichen Sinn für den richtigen Fokus», sagt er. «Die Figur, die sie spielt, verrät ihre eigene Persönlichkeit, und das ist das Merkmal aller großen Schauspieler.»
Jill Marin wurde an der Akademie von Pete Garrison ausgebildet, und sie kommt nach ihrem Abschluss in das Büro von David Breckinridge. Jill weiß noch nichts von den persönlichen Konflikten zwischen den zwei Männern. «Drehbuchautor George Nolfi verknüpft ihre Geschichten auf wunderbare Weise miteinander», berichtet Sutherland. «Jills Geschichte mit Garrison erinnert David Breckinridge an seine Beziehung zu Garrison. Dies lässt sie die Richtung ihrer Ermittlungen in Frage stellen. Es geht um Loyalität.»
Wie die anderen genoss auch Sutherland, einen Schauspieler als Regisseur zu haben. «Es gibt Gemeinsamkeiten», so Sutherland. «Das kann man nicht leugnen. Clark hat diese innere Sensibilität und weiß, dass Dreharbeiten keine Einbahnstraße sind. Zu wissen, wie es ist, in den Schuhen des Schauspielers zu stecken, ist ein Geschenk.»
Eva Longoria wählte THE SENTINEL - WEM KANNST DU TRAUEN? als ihre erste große Filmrolle aus, weil diese so anders als ihr Part in der Fernseh-Hitserie «Desperate Housewives» ist. «Es ist eine Dreiecksgeschichte zwischen Michael, Kiefer und mir, aber es ist keine amouröse Dreiecksgeschichte», sagt Longoria. «Deshalb habe ich mich für diesen Film entschieden. Es ist das Gegenteil von meiner Serienfigur Gabrielle Solis.»
Longoria spielt die einzige Frau im Team. «Sie ist ein Arbeitstier», beschreibt sie die Agentin Jill Marin. «Sie will lernen, spielt ihre Sexualität vollkommen herunter, muss sich doppelt bewähren im Vergleich zu einem Mann und sie ist fest entschlossen, ihr Bestes zu geben. Sie ist neu, aber nicht selbstgefällig, sie sieht über den Tellerrand hinaus. Es geht nicht um Kleidung, Haare und Make-Up, so wie bei ,Desperate Housewife’ Gabrielle. Bei Jill Marin dreht sich alles nur um die Arbeit.»
Obwohl Longoria zart gebaut ist, stellte dies kein Problem dar. «Der Secret Service besteht aus aggressiven, intelligenten, fitten, ambitionierten Individuen mit vertrauenswürdigem Aussehen», sagt sie. «Es geht nicht um Körpergröße. Jill ist definitiv einer von den Jungs.»
«Ich fühlte mich wohl unter all dem Testosteron, weil ich ein Wildfang bin», fügt sie hinzu. «Ich bin auf einer Ranch aufgewachsen und war es gewohnt, mit meinem Dad auf Zielscheiben zu schießen. Ich habe mit sechs Jahren zum ersten Mal mit einer Waffe geschossen! Und ich war die beste Schützin!» Longoria fand den Film eine aufregende Erfahrung. «Ich stellte den Beratern des Secret Service viele Fragen. Ich hege neuerdings einen großen Respekt für diese Leute und die Arbeit, die sie leisten.»
Martin Donovan, der den mit der Leitung des Falls betrauten Spezialagenten William Montrose spielt, sagt: «Ich bemerkte erst nachdem ich das Drehbuch gelesen hatte, dass wir den Secret Service als selbstverständlich hinnehmen. Eines meiner Ziele war, die Menschlichkeit hinter dem Image, das diese Leute präsentieren, zu finden. Sie scheinen unerbittlich, stoisch, hyper-aufmerksam und einschüchternd zu sein, aber sie sind von beeindruckender Präsenz. Der Leiter der Abteilung zum Schutz des Präsidenten muss in der Lage sein, Cocktailparties zu bestehen mit den führenden Köpfen der Welt. Und unsere Berater des Secret Sercive erzählten mir, dass sie bei solchen Gelegenheiten mit Fragen überhäuft werden.»
Die Filmemacher besetzten bekannte Schauspieler, sowohl Amerikaner als auch Kanadier, für die kleineren, aber entscheidenden Rollen. Sie werden zum Leben erweckt von David Rasche («Sledge Hammer»), der den Präsidenten John Ballentine spielt, von Blair Brown («The Days and Nights of Molly Dodd») als Beraterin der Abteilung für Nationale Sicherheit, Gloria Reuben («ER – Emergeny Room») als Nancy Merriweather, Ritchie Coster («Traffic»-Dreiteiler) als boshafter The Handler, Chuck Shamata (Vater Rorick in Das Comeback (2005) und Gründungsmitglied der Actors Repertory Company) als Secret Service Direktor Overbrook, Taborah Johnson (Gastgeberin von «Polka Dot Door») als Stabschef der First Lady, Raoul Bhaneja (Pete Subramani aus «Train 48») als Agent Aziz Hassad und Kristin Lehman (Dr. Lily Reddicker in «Für alle Fälle Amy») als Ex-Frau von Agent David Breckinridge.
Regisseur Clark Johnson hat selbst die Rolle des Agent Merriweather übernommen, der zum Schweigen gebracht wird, bevor er sein Insiderwissen weitergeben kann, und dessen Ermordung das Mordkomplott am Präsidenten aufdeckt.
Um die innere Welt des Secret Service auf der Leinwand darzustellen, holten sich die Produzenten einen Geheimdienst-Agenten im Ruhestand als Berater an Bord. Gerald A. Cravis, ein vor kurzem pensionierter US-Agent, verbrachte Jahre mit dem Schutz des Präsidenten und der Entwicklung von Strafverfolgungs- und Sicherheits-Techniken. Im Laufe seiner Karriere war Cavis, der seine Erfahrungen aus allen Bereichen des Secret Service in alle Details des Films einbringen konnte, direkt für die übergeordnete Sicherheit bei Veranstaltungen wie den Präsidentschafts-Wahlkampagnen von 2001 und 2004 verantwortlich, sowie bei den Antrittsreden, dem 50-jährigen Jubiläums-Gipfel der NATO in Washington, D.C. und dem Besuch von Papst Johannes Paul II. in St. Louis. Er war erster Berater bei anderen großen Events wie dem G8-Gipfel in Sea Island, Georgia, einigen Wahlkampfdebatten und den Olympischen Spielen in Athen.
Cavis war Field Agent, spezialisiert auf Befragungen, das Polygraph Program und Undercover-Einsätze. In Washington, D.C. diente er von 1994 bis 1997 in der elitären Presidential Protective Division (PPD) während der Amtszeit von Präsident Clinton und stieg zum Leiter eines von vier Teams auf, die direkt für die Sicherheit des Präsidenten verantwortlich sind, und die auch bei Clintons zweiter Antrittsrede dabei waren.
Heute ein Spezialist und Ausbilder in Sachen Nationale Sicherheit, brachte Cavis ein Netzwerk der gefragtesten Profis im Bereich Strafverfolgung mit, darunter seinen Kollegen Kevin Billings, einen weiteren ehemaligen Agenten, der seit über zwanzig Jahren Präsidenten und Würdenträger beschützt.
Cavis war beeindruckt von dem Ansatz der Filmemacher – und des Originalmaterials – ganz akkurat die Welt des Secret Service zu dokumentieren. «Gerald Petievich, der Autor des Buchs, war selbst ein ehemaliger Geheimdienst-Agent”, weiß Cavis zu berichten. «Und Drehbuchautor George Nolfi hat einen herausragenden Job geleistet. Sein Niveau an Wissen und Recherchen für die realistische Umsetzung ist fast beängstigend.»
Das Drehbuch ist großzügig mit Fachjargon geschmückt. «George, Clark und ich unterhielten uns viel über die Dialoge», so Cavis, «damit die Schauspieler wie echte Agenten reden würden.” Der Look der Regierungsbüros – die Funkkonsole, Schreibtische und Computer wurden nachgebaut – sollte so akkurat wie möglich sein, obwohl ein paar wenige Freiheiten gestattet wurden, um den Kamerabewegungen und dem visuellen Stil des Films entgegen zu kommen. Garrisons Büro im Weißen Haus zum Beispiel sollte baukastenartig und funktional sein, mit viel Papierkram und Dokumenten, die unterzeichnet werden müssen, während der Schreibtisch des leitenden Agenten des Falls völlig aufgeräumt war, weil er Mitarbeiter für den Papierkram hat.
Für die forensischen Berichte und Drohbriefe setzte sich Cavis mit dem Team der Ausstattungs-Abteilung zusammen und führte sie in die Designs ein. Er half den Kostümbildnern bei der Auswahl von Schuhen und Stiefeln: Geheimdienstagenten tragen eher gebundene Schuhe als Slipper, «das macht weniger Probleme, wenn sie laufen müssen”, erklärt er. Die Materialien sind hochwertig, «nicht wie bei den FBI-Agenten und ihren grobgestrickten Nylons”, so Cavis. Er half außerdem dabei, die richtigen Sonnenbrillen auszusuchen, die Headsets und Kragen-Mikrofone. Neben der Requisite, Kostüm und Ausstattung, berieten Cavis und Billings die Produktion außerdem was die Auswahl der Autos und bewaffneten Sicherheitsfahrzeuge angeht.
Cavis und der Waffenspezialist Charles Taylor brachten Michael Douglas, Kiefer Sutherland und Eva Longoria bei, mit echten Waffen so zu schießen, wie es Secret Service-Agenten tun würden. Diese taktische Ausbildung ähnlich zu dem, was Agenten tatsächlich auf der Akademie lernen, lehrte die Schauspieler den Umgang mit den Waffen, einschließlich Handhabung, Ziehen und Halten sowie Sicherung und Regeln der Schussweite, Zielen, Abdrücken, Einstecken in die Halterung, Laden und Neuladen. Die Experten statteten die Schauspieler mit den gleichen Waffen (9mm SIG Sauer), Halterungen, Gürteln und Patronen aus, die von Agenten verwendet werden, sowie mit der passenden Schutzkleidung, einschließlich schusssicheren Westen sowie Augen- und Ohren-Schutz. «Kiefer muss am Set von ‚24’ häufig mit Waffen umgehen”, erzählt Cavis, «aber nie mit echten. Er fand es sehr nützlich zu lernen, wie man die Zielvorrichtung richtig positioniert, um das Ziel zu treffen, und er hat sehr gut geschossen. Michael hatte ebenfalls schon etwas Unterricht und schoss ebenfalls sehr gut.»
Nach dem Schießen mit echter Munition lernten die Schauspieler, wie sie sich annähern, in eine Autokolonne hinein- und herausfahren, zu welcher Seite sie sich drehen, wie sie sich bewegen und sich verhalten müssen, wenn sie die Person, die sie beschützen, umkreisen, wie sie ihre Körper als Schutzschilde einsetzen, wie sie sich selbst schützen und wie sie eine verdächtige Person identifizieren, all dies mit einem hohen Grad an Authentizität. Sie erhielten Instruktionen über die versetzten Formationen, die Agenten verwenden, wenn sie neben dem Präsidenten oder der First Lady gehen – zum Beispiel die «Diamanten»- oder die «Kasten”-Form. Die Autokolonne hat eine bestimmte Anordnung und Organisation von Fahrzeugen. Sie übten das Einsteigen und Aussteigen aus den Autos und Gebäuden auf die korrekte Art und Weise, außerdem das Belagern und die Evakuierung. Alle Übungen und Prozeduren waren auf die besonderen Anforderungen des Drehbuchs und die Ausstattung der Szenen abgestimmt.
Eva Longoria war die beste Schützin unter den Schauspielern. Cavis erklärt warum: «Sie hatte sich keine falschen Bewegungen angewöhnt. Sie hört gut zu und war in der Lage, alles in die korrekte Körperhaltung, das Ziehen des Abzugs, das Zielen und die körperlichen Anforderungen für das Treffen des Ziels umzusetzen.” Von Douglas, Sutherland und Longoria wurde verlangt, unter realen Bedingungen im Freien auf Ziele in einer Entfernung von drei Metern, fünf Metern, sieben Metern, fünfzehn Metern und dreißig Metern und dann durch einen offenen Türgang zu schießen. Alle Ergebnisse wurden festgehalten und dann im Einzelnen besprochen. Longoria schlug alle anderen auf der Entfernung über dreißig Meter. Dann verglichen sie die Zielscheiben miteinander. «Sie war außerordentlich”, urteilt Cavis. «Tatsächlich würde sie selbst beim Geheimdienst eine gute Schützin abgeben. Es war beeindruckend.»
Auch Michael Douglas hält mit Lob nicht hinter dem Berg: «Eva erwies sich beim Schießen als echter Crack. Ich war nicht darauf vorbereitet, wie gut sie war. Sie sagten uns, dass sie besser wäre als neunzig Prozent aller Polizisten da draußen. Sie ist eine echte Sportlerin.»
Alle drei Stars gewannen neuen Respekt vor den Leistungen der Agenten. Es ist schwierig, gleichzeitig zu laufen, sich zu bewegen und zu schießen. «Unsere Stars haben diesen coolen und vertrauenswürdigen Look», bestätigt Waffenspezialist Charles Taylor. «Das strahlen sie alle aus. Aber Frauen sind in der Regel die besseren Schützen. Sie sind ruhiger. Bei ihnen ist nicht das ganze Testosteron in ihrem Körper mit im Spiel. Sie blicken nur durch die Zielvorrichtung und drücken ab.»
«Der Look des Films vermittelt Bewegungsenergie», erklärt Regisseur Clark Johnson. «Wir nutzten viele Kameras und viele bewegte Einstellungen.» Johnson und sein Kameramann Gabriel Beristáin arbeiteten zuvor bei S.W.A.T. – Die Spezialeinheit (2003) zusammen, bei dem sie spektakuläre Ansichten von Los Angeles schufen. Bei THE SENTINEL - WEM KANNST DU TRAUEN? vermischten sie den Look eines Big-Budget-Actionthrillers mit dem Glamour des Weißen Hauses und einer sehr elitären Organisation der Strafverfolgung. «Es geschieht so vieles in dieser Welt», so Beristáin. «Wir wollten dieser Welt einen visuellen Stil verleihen, einen starken Herzschlag, ein visuelles Stakkato.»
«Wir arbeiteten eine Abfolge aus, die uns gestattet hat, die Lichtsetzung und die Kameras auf die Action reagieren zu lassen. Am Anfang ist es eine gut gesicherte Welt mit warmen Tönen, eleganten und klassischen Kamerabewegungen. Während die Story beunruhigender und beklemmender wird, reagieren Licht und Kameras darauf, sie werden kühler und hektischer in ihren Bewegungen. Es gibt natürlich auch Überschneidungen. Es ist kein mechanischer sondern ein philosophischer Prozess. Wir dachten dabei an die Publikumsemotionen. Wir wollten nicht, dass das Publikum raten kann; wir wollten, dass die Zuschauer mitdenken. Kamerabewegungen sollten nichts von der Story vorwegnehmen.»
Dem Glanz und Glamour des Weißen Hauses stellt sich eine dunklere, raue Welt zur Seite, als Garrison die Flucht antreten muss. Johnson und Beristáin verwendeten eine ganze Reihe von Techniken, darunter konventionelle Kamerapositionen, Videos, Steadicams, Handkameras und ausgeklügelte Monitore, die wichtige Bilder zeigen, sowie andere Einblicke in diese Welt.
Bei der Darstellung der Welt der Überwachung achteten die Filmemacher auf eine Atmosphäre des Beobachtens und Beobachtetwerdens, eine Atmosphäre, die ganz und gar der des Secret Service entspricht. «Wir dachten, es könnte interessant sein, unseren Film aus dem Blickwinkel des Publikums zu sehen», sagt Beristáin. «Die Welt, die wir darstellen, ist nicht einfach. Die Figuren werden paranoid und verdächtig, sie werden sich immer mehr der Menschen um sie herum bewusst. Die Welt um unsere Figuren herum kollabiert. Es herrscht Chaos.»
Beristáin war dafür verantwortlich, zwei der schönsten Frauen ins rechte Licht zu setzen: Kim Basinger und Eva Longoria. «Beide haben interessante Charakterentwicklungen», so der Kameramann. «Und ich hatte das Glück, dass wir zwei Schauspielerinnen hatten, die unter allen beleuchtungstechnischen Umständen wunderschön aussehen.»
«Die Welt der First Lady zerbröckelt auf eine Art und Weise, die katastrophal werden könnte. Sie muss sich einer Verwandlung unterziehen. Wir verwendeten mehr als nur glamouröses Licht, und ihr Gesicht reagierte auf jede Licht-Situation mit Würde, Grazie und Eleganz. Evas erste Szenen im Film sind bescheiden und demütig, in dem kleinen düsteren Geheimdienstbüro, in dem sie auf Kiefer Sutherlands Figur stößt. Als sich ihr Charakter entwickelt, veränderten wir die Kamerawinkel und das Licht auf sie, machten sie ein wenig heldenhafter. Sie nahm alles an – direktes Licht, niedrige Winkel, nicht sanft, ohne Filter – sie sah absolut hinreißend aus. Es war eine Ehre und ein Vergnügen, mit ihnen beiden zu arbeiten.» Beristáin kommt aus einer europäischen Tradition des Filmemachens, wo sie, wie er sagt «die Lichtsetzung zelebrieren, die man ihnen anbietet. Kim und Eva nahmen dieses Angebot an wie die größten europäischen Schauspielerinnen, mit denen ich gearbeitet habe – und machten ihren Job wundervoll.»
Szenenbildner Andrew McAlpines Entwürfe schlossen auch einen im Studio nachgebauten «Presidential Protective Division» (PPD) – Raum ein, in dem die Agenten ihre Arbeit erledigen. Dies verlangte ein ausgefeiltes Szenenbild mit Dutzenden von Computerbildschirmen mit gestreamten Bildern, Schreibtischen, Arbeitstischen, forensische Berichte und Berichte über Abwehrmaßnahmen, dazu Details wie Mousepads, Briefbeschwerer, Stühle, Heftklammern, Tafeln, Fotos und Fahnen.
Kostümdesignerin Ellen Mirojnick, die die Kostüme für acht Filme von Michael Douglas kreiert hat, beschloss, die Agenten-Uniformen und Anzüge elegant und mondän zu entwerfen, mit akkurat geschnittenen, maßgeschneiderten Jacketts. Sie verwendete dunkelblaue, schlichte Hemden und eine Zusammenstellung von bestimmten Farbtönen von Blau bis Grau. Sie und ihr Team entwarfen einen Look, der auf die Uniformen der Armee, die sie kreierten, abgestimmt war. Wie die anderen Filmemacher strebte Mirojnick einen größtmöglichen Realismus an – doch sie machte eine kleine Ausnahme bei Eva Longoria. «Sie sieht ein bisschen hübscher aus, als es die Regularien erlauben», lacht Mirojnick. «Unsere Version ist ein bisschen stylisher. Die Frauen tragen Hosenanzüge, damit sie laufen können, aber der richtige Sitz ist das Schlüsselelement.»
Michael Douglas, ein Schauspieler mit über dreißig Jahren Erfahrung im Bereich Theater, Film und Fernsehen, brach 1975 mit dem Academy-Award®-Gewinner Einer flog übers Kuckucksnest über den Independent-Filmmarkt herein. Seitdem hat er sowohl als Produzent als auch als Schauspieler-Produzent ein unheimliches Talent bei der Wahl von Projekten, die aktuelle Trends und Anliegen der Öffentlichkeit reflektieren, an den Tag gelegt.
Michael, Sohn von Kirk und Diana Douglas, wurde in New Jersey geboren. 1968 zog er nach New York City, um am American Place Theatre unter Wynn Handman zu studieren, als auch am Neighborhood Playhouse, wo er in Workshop-Produktionen auf der Bühne stand.
Wenige Monate nach seiner Ankunft in New York gelang Douglas sein erster Durchbruch, als er für eine zentrale Rolle in der CBS-Playhouse-Produktion von Ellen M. Violetts Drama «The Experiment» gecastet wurde, die landesweit am 25. Februar 1969 ausgestrahlt wurde.
Douglas’ überzeugendes Porträt brachte ihm die Hauptrolle in der Adaption von John Westons kontroversem Roman Hail, Hero! (1969) ein. Sein zweiter Film war Adam at 6 a.m. (1970). Douglas war als nächstes in der Leinwandversion von Ron Cowens Stück Summertree (1971) zu sehen, der von Kirk Douglas’ Bryna Company produziert wurde, anschließend in Napoleon & Samantha (1972).
Beeindruckt von Douglas’ Performance in einem Segment der Fernsehserie «The FBI», verpflichtete Produzent Quinn Martin den Schauspieler für den Part von Karl Maldens Sidekick in der Polizeiserie «Die Straßen von San Francisco», die 1972 Premiere feierte und zu ABCs erfolgreichster Prime-Time-Sendung Mitte der 70er Jahre avancierte. Douglas bekam für seine Rolle Nominierungen für den Emmy Award in drei aufeinander folgenden Jahren.
Lange hegte er Interesse an der Produktion einer Leinwandversion von Ken Keseys Roman «Einer flog übers Kuckucksnest“, und er erwarb die Filmrechte schließlich von seinem Vater. Als kommerzieller und Kritiker-Erfolg gewann Einer flog übers Kuckucksnest fünf Academy Awards® – für den Besten Film, die Beste Regie, das Beste Drehbuch, den Besten Hauptdarsteller und die Beste Hauptdarstellerin – und spielte mehr als 180 Millionen Dollar an den Kinokassen ein.
Douglas stand mit einem Mal als Independent-Produzent sozusagen in der Pflicht! Sein nächstes Projekt, Das China-Syndrom (1979), erhielt Academy-Award®-Nominierungen für Jack Lemmon und Jane Fonda sowie für das Beste Drehbuch.
Trotz seines Erfolgs als Produzent setzte Douglas seine Karriere als Schauspieler in den späten 1970ern fort und war in Coma (1978), It’s My Turn – Ich nenn’ es Liebe (1981) und Ein Richter sieht Rot (1983) zu sehen. Außerdem hatte er Hauptrollen in Running (1979) und in A Chorus Line (1985).
Douglas’ Karriere als Schauspieler und Produzent trafen erneut 1984 bei dem Film Auf der Jagd nach dem grünen Diamanten zusammen. Das Sequel Auf der Jagd nach dem Juwel vom Nil folgte 1985.
Douglas brauchte fast zwei Jahre, um die Bosse von Columbia Pictures zu überzeugen, die Produktion von Starman zu stemmen – den Sleeperhit der Weihnachtssaison 1984, der Jeff Bridges eine Oscar®-Nominierung als Bester Schauspieler einbrachte. 1986 kreierte Douglas eine Fernsehserie basierend auf dem Film.
Douglas kehrte 1987 auf die Leinwand zurück und war in den zwei größten Hits des Jahres zu sehen: Eine verhängnisvolle Affäre und Wall Street. Letzterer brachte ihm einen Academy Award® als Bester Schauspieler ein.
Douglas stand als nächstes für Black Rain (1989) vor der Kamera, anschließend für Der Rosenkrieg (1989). 1988 hatte Douglas Stonebridge Entertainment, Inc. gegründet und produzierte Flatliners – Heute ist ein schöner Tag zum Sterben (1989) und Flug ins Abenteuer (1992). Darauf ließ er Wie ein Licht in dunkler Nacht (1992) folgen. 1992 spielte er neben Sharon Stone die Hauptrolle in dem erotischen Thriller Basic Instinct, einem der erfolgreichsten Filme des Jahres.
Eine seiner stärksten Leistungen lieferte Douglas an der Seite von Robert Duvall in Joel Schumachers kontroversem Drama Falling Down – Ein ganz normaler Tag (1993). Im selben Jahr produzierte er den Komödienhit Made in America. 1994/95 stand er für Enthüllung vor der Kamera, 1995 spielte er die Hauptrolle in Hallo, Mr. President, 1997 war er in The Game zu sehen.
Mit seinem Partner Steven Reuther gründete Douglas im Mai 1994 Douglas/Reuther Productions. Unter dem Banner von Constellation Films produzierte die Company Der Geist und die Dunkelheit (1996) und Der Regenmacher (1997). Außerdem zeichneten Douglas und Reuther als Produzenten für Im Körper des Feindes (1997) verantwortlich.
1998 stand Douglas für Ein perfekter Mord vor der Kamera und gründete eine neue Produktionsgesellschaft, Furthur Films. Furthurs erster Film war Eine Nacht bei McCool’s (2000). 2000 wurde zu einem Meilenstein für Douglas. Die Wonder Boys startete im Februar 2000 und erntete größtes Kritikerlob. Douglas wurde für einen Golden Globe und einen BAFTA für seine Performance nominiert.
Ebenfalls 2000 war Douglas in Traffic zu sehen, der Beste Film nach Meinung der New Yorker Filmkritiker, Gewinner des Screen Actors Guild (SAG) Awards für das Beste Ensemble und von vier Academy Awards®. Der Film stand auf über 175 Top-Ten-Listen.
2001 spielte Douglas in Sag kein Wort für Fox/Regency. 2002 erhielt er eine Emmy-Nominierung für eine Gastrolle in der Serie «Will & Grace».
2003 war Douglas Star von zwei Filmen: Zum einen von Es bleibt in der Familie, den Douglas produzierte und in dem er mit seinem Vater Kirk Douglas, seiner Mutter Diana Douglas und seinem Sohn Cameron Douglas zusammen vor der Kamera agierte. Und er spielte in der Komödie Ein ungleiches Paar mit Albert Brooks.
Im Laufe dieses Jahres wird Douglas in der Komödie Ich, du und der andere mit Owen Wilson, Matt Dillon und Kate Hudson zu sehen sein.
Douglas drehte außerdem ein Segment für die Showtime-Kinderserie «What’s Going On?». Außerdem schloss er die Dreharbeiten an einer von Lee Grant inszenierten Dokumentation «A Father, A Son, Once Upon a Time in Hollywood» ab, die sich um die komplexe Beziehung zwischen Michael Douglas und seinem Vater Kirk dreht.
Im Juli 1998 wurde Douglas von Generalsekretär Kofi Annnan zum Friedensbotschafter der Vereinten Nationen ernannt. Als solcher bemüht er sich um die Abschaffung von Nuklearwaffen und setzt sich gegen die alarmierende Verbreitung von Handfeuerwaffen ein.
Kiefer Sutherland spielt David Breckinridge, einen Geheimagenten, der den Auftrag erhält, einen geplanten Mord an dem amerikanischen Präsidenten zu vereiteln.
Sutherland arbeitete erstmals mit Michael Douglas zusammen, als dieser 1990 den Film Flatliners – Heute ist ein schöner Tag zum Sterben produzierte, in dem Sutherland neben Julia Roberts, Kevin Bacon und William Baldwin die Hauptrolle spielte.
Derzeit ist Sutherland als Jack Bauer in der fünften erfolgreichen Staffel des TV-Hits «24» zu sehen, für den er bereits einen Golden Globe, einen SAG Award, zwei Emmy-Nominierungen und eine weitere für den Golden Globe bekommen hat. Die Serie erhielt außerdem einen Golden Globe als Bestes Drama, und bislang die höchsten Ratings mit ihrer vierten Staffel.
2004 stand Sutherland neben Samantha Morton unter der Regie von Vincent Ward für den Independent-Kostümfilm River Queen in Neuseeland vor der Kamera. Dasselbe Jahr brachte für Sutherland außerdem den Film Taking Lives – Für Dein Leben würde er töten mit Angelina Jolie und Ethan Hawke, sowie ein Engagement als Sprecher von Nascar: The Imax Experience. 2003 spielte er den Maler Paul Gauguin in Paradise found, 2002 neben Colin Farrell in Nicht auflegen! von Joel Schumacher.
Sutherland hatte eine Rolle neben Robert Carlyle in dem Zweiter-Weltkriegs-Drama Gefangen in der Hölle (2002), der im selben Jahr erfolgreich sowohl beim Filmfestival von Toronto als auch in Telluride gezeigt wurde. Basierend auf dem Bestseller «Through the Valley of the Kwai» erzählt der Film das Leben aus der Sicht eines Kriegsgefangenen in einem südostasiatischen Gefangenenlager.
1998 war Sutherland in dem hochgelobten Die Kriegerin zu sehen, der in einem Gala-Screening beim Toronto Filmfestival 1998 präsentiert wurde. 1997 war er Ko-Star von William Hurt und Rufus Sewell in Dark City von Alex Proyas.
1992 agierte Sutherland in dem Militärdrama Eine Frage der Ehre mit Jack Nicholson und Tom Cruise. 1994 folgte eine Rolle neben Jeff Bridges und Nancy Travis in der amerikanischen Version von Spurlos.
Als Veteran mit Erfahrungen aus mehr als fünfzig Filmen ist Sutherland seit 1984 auf der Leinwand zu bewundern. Sein Leinwanddebüt The Bay Boy (1984) brachte ihm und Regisseur und Autor Daniel Petrie Nominierungen für den Genie Award ein. Anschließend zog Sutherland von Kanada nach Los Angeles, landete Fernsehrollen in «The Mission», «Amazing Stories» und dem Fernsehfilm «Trapped in Silence» mit Marsha Mason. Zu seinen unvergesslichen früheren Filmrollen gehören jene in Stand By Me – Das Geheimnis eines Sommers (1986) und Auf kurze Distanz (1986), The Lost Boys (1987) und Gelobtes Land (1987), Die Generation von 1969 (1988), Die grellen Lichter der Großstadt (1988) und Young Guns – Sie fürchten weder Tod noch Teufel (1988), Renegades (1989), Chicago Joe und das Showgirl (1990), Flashback (1990) und Blaze of Glory – Flammender Ruhm (1990), No Surrender – Schrei nach Gerechtigkeit (1992) und Die drei Musketiere (1993).
In dem Thriller Auge um Auge von John Schlesinger porträtierte er einen reuelosen, brutalen Mörder an der Seite von Sally Field und Ed Harris. Später im selben Sommer kam die Adaption von John Grishams Roman Die Jury (1996) mit Sutherland, Samuel L. Jackson, Sandra Bullock und Matthew McConaughey in die Kinos.
Sutherland nahm auch auf dem Regiestuhl Platz – bei Woman Wanted (2000), Ort der Wahrheit (1997), dem blendend besprochenen Film «Last Light – Der letzte Ausweg» (1993) und einer Episode der Fernsehserie «Fallen Angels» (1993). Außerdem war er mehrfach als Sprecher im Einsatz, zuletzt bei «The Land Before Time X: The Great Longneck Migration» (2003). Sutherland ist außerdem Produzent – er war ausführender Koproduzent von «24“ seit 2003 und Produzent in den Jahren 2002 bis 2003. Außerdem war er ausführender Produzent des Fernsehfilms «Natural Selection» im Jahr 1994.
Eva Longoria spielt Jill Marin, eine junge Geheimagentin, die so smart und ambitioniert wie hübsch ist.
Als einer der angesagtesten derzeitigen Fernsehstars ist Longoria als sexy Gabrielle Solis im Fernseh-Megahit «Desperate Housewives» zu sehen, mittlerweile von einem Publikum von über 27 Millionen Amerikanern in der Woche. Erst unlängst im People Magazine unter den «50 Most Beautiful" und als Maxims «#1 Hottest Woman in the World» in der jährlichen «Hot 100»-Liste genannt, wurde Longoria außerdem von Variety zu einem der «Ten New Faces to Watch» gewählt, vom Rolling Stone zu den «People of the Year», von USA Today zu «TV’s Hot 11» und zu den «New Faces of Fall» im TV Guide. Sie hat infolgedessen einen weltweiten Exklusiv-Vertrag als neues Gesicht des Schönheitskonzerns L´Oréal unterzeichnen dürfen.
2005 schloss Longoria die Dreharbeiten zu dem harten Independent-Film Harsh Times ab, in dem sie neben Christian Bale und Freddie Rodriguez unter der Regie von David Ayer eine Anwältin spielt. Sie gehörte außerdem 2004 neben Anne Heche, Jonathan LaPaglia und Kathleen Quinlan als quirlige Psychopatin zum Ensemble von The Dead Will Tell. Sie spielte eine Polizistin in «L.A. Dragnet», der zeitgemäßen Adaption des Serienklassikers von Emmy-Gewinner und Produzent Dick Wolf.
Longoria feierte ihr Bühnendebüt in der populären Satire «What the Rabbi Saw». Die Back Stage West lobte ihr «komödiantisches Talent» und jubelte: «Eva Longoria ist eine Sensation!». Daraufhin dehnte Longoria ihren Hang zur Komik noch weiter aus und ist nun als Star und Koproduzentin verantwortlich für «Hot Tamales Live“, eine gefeierte Comedy/Varieté-Show, die jährlich im Comedy Store stattfindet und sich hervorragend im ganzen Land verkauft. Die Show ist bereits auf DVD/Video und im Pay-TV zu sehen.
Als jüngste von vier Schwestern wuchs Longoria auf einer Ranch in Corpus Christi in Texas auf und besuchte Texas A&M-Kingsville, wo sie ihren Bachelor-Abschluss in Kinesiologie machte. Nach ihrem College-Abschluss nahm sie an einem Talent-Wettbewerb teil, der sie nach Los Angeles brachte, wo sie von einem Theateragenten entdeckt und unter Vertrag genommen wurde. Longorias Timing hätte nicht besser sein können, und sie war fest entschlossen, zu sehen, wohin sie ihre Träume von der Schauspielerei führen könnten.
Nachdem sie Rollen in «The Bold and the Beautiful», «General Hospital» und «Beverly Hills 90210» landen konnte, sprach sie für die Rolle der Isabella in der beliebten Serie «The Young and the Restless» vor – und gewann. Ihre Karriere startete mit großem Erfolg und sie selbst empfindet es als größten Segen, dass sie die Möglichkeit bekam, für die erfolgreichste Daytime-Soap arbeiten zu dürfen.
Longoria engagiert sich aktiv für die Special Olympics und unterstützte John Kerrys Präsidentschaftskampagne, indem sie Latino-Wähler über den Kandidaten der Demokraten informierte.
Kim Basinger spielt die First Lady Sarah Ballentine.
Seitdem sie ihr Leinwanddebüt neben Robert Redford in Barry Levinsons Der Unbeugsame (1984) gegeben hatte, war die Oscar®-Gewinnerin in mehr als dreißig Kinofilmen zu sehen und hat sich als internationale Leinwand-Ikone etabliert.
Basinger schloss 2004 die Dreharbeiten von Jump Shot ab, einem Krimidrama aus dem Spielermilieu mit Danny DeVito, Kelsey Grammer, Nick Cannon, Ray Liotta und Forest Whitaker. Regie führte Mark Rydell.
Ebenfalls im Jahr 2004 erntete Basinger jubelnde Kritiken für ihre berührende Leistung neben Jeff Bridges in Focus Features’ The Door in the Floor – Die Tür der Versuchung, basierend auf dem Roman «Witwe für ein Jahr» von John Irving. Außerdem war sie in dem Thriller Final Call – Wenn er anruft, muss sie sterben zu sehen, in dem sie eine entführte Frau spielte.
Basinger gewann ihren Academy Award® 1998 für ihre Rolle in dem gefeiertem Film L.A. Confidential, der auf dem gleichnamigen Krimiklassiker von James Ellroy basiert und von Curtis Hanson inszeniert wurde. Basingers Performance brachte ihr außerdem einen Golden Globe, einen Screen Actors Guild Award und eine Nominierung für den BAFTA ein. Der Film bekam insgesamt neun Nominierungen für den Academy Award®.
2003 stand Basinger an der Seite von Eminem für 8 Mile vor der Kamera, 2002 mit Al Pacino und Téa Leoni für Der innere Kreis. Ebenfalls 2000 war sie Hauptdarstellerin von Die Prophezeiung unter der Regie von Chuck Russell mit Jimmy Smits und Rufus Sewell in weiteren Rollen. Dasselbe Jahr brachte ihr außerdem eine Rolle in Hugh Hudsons Ich träumte von Afrika. Der Film, der an Originalschauplätzen in Venedig, Italien und Südafrika gedreht wurde, basiert auf der wahren Bestseller-Story der kenianischen Aktivistin Kuki Gallmann.
Zu Basingers Film-Credits gehören der Boxoffice-Blockbuster Batman (1989), Adrian Lynes sinnlicher Thriller 9 1/2 Wochen (1986), Gnadenlos (1986), Robert Altmans Prêt-à-Porter (1994) und Fool for Love – Verrückt vor Liebe (1985), Eiskalte Leidenschaft (1992) mit Richard Gere, Die blonde Versuchung (1991), Getaway (1994), Blake Edwards’ Blind Date – Verabredung mit einem Unbekannten (1987) mit Bruce Willis, Cool World (1992), Karen McCoy – Die Katze (1993) und Nadine – Eine kugelsichere Liebe (1987) mit Jeff Bridges.